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Ich war beim Burning Man, J. aus Hamburg, 67

  • Autorenbild: Alexandra von Quadt
    Alexandra von Quadt
  • 22. März 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Meine Kinder hielten mich für verrückt. Nachdem meine Frau nach langer Krankheit von uns gegangen war, wurde mir bewusst, dass ich noch einige Abenteuer vor mir hatte. Als Unternehmer habe ich immer noch viel mit jungen Menschen viel zu tun und Fernreisen gehörten für mich und meine Familie seit jeher zur Jahresplanung. Warum als nicht mal was ganz neues ausprobieren?



Der Burning Man ist ein einmal jährlich in den USA stattfindendes, einzigartiges Festival, das Menschen aller Altersgruppen und aus allen Lebensbereichen zusammenbringt. Doch was macht es so besonders, auch in meinem Alter dorthin zu fahren? Anhand der Erfahrungen einer ersten Reise, die tief im Herzen des Festivals, am äußeren Kreis des riesigen Camps bei der Kreuzung der "Strassen" J und 4:30, begann, tauchen wir in eine Welt voller bunter Lebensfreude, Gemeinschaft und unvergesslicher Erlebnisse ein.


Vorstellungen von Festivals werden oft mit jungen Menschen in Verbindung gebracht, doch der Burning Man bricht alle Stereotypen. Stellen Sie sich vor, bei meiner ersten Ankunft, weit weg vom Zentrum des Trubels, war ich umgeben von Gleichaltrigen! Sie wählten bewusst ruhigere Zonen, weit entfernt von Licht- und Lärmbelästigung, und kannten definitiv die besten Plätze. Diese Begegnungen mit den coolsten und weisesten Menschen, die ich je getroffen habe, öffneten mir die Augen für die tiefere Bedeutung des Zusammenkommens.


Mehr Kreativität und Entfaltung gibt's nicht...

Jedenfalls kann ich mir das nicht vorstellen. Das Festival mitten in der flachsten Wüste der Welt dauert eine Woche und ich habe es nicht geschafft, alle die fantastischen und teilweise riesigen Kunstwerke zu sehen. Man wird dauernd abgelenkt, weil an jeder Ecke wieder etwas vollkommen Unerwartetes passiert....




Alle zusammen, egal woher


Die Oldies auf dem Burning Man sind lebende Geschichtsbücher, gefüllt mit den faszinierendsten Geschichten aus ihrem Leben und ihren Erfahrungen auf dem Festival. Viele von Ihnen reisen seit über 20 Jahren jedes Jahr aus allen Winkeln Amerikas und dem Rest der Welt nach Nevada in die Black Rock Desert, wo das Festival stattfindet. Einige von Ihnen sind mit luxuirösen RV's (Wohnwagen) an, einige mit abenteuerlichen. Gefährten. Alle Menschen dort Lachen und sind gut gelaunt, egal woher sie kommen. Die Verbundenheit und Lebensfreude sind ansteckend. Sie gaben mir nicht nur einen "Playa-Namen", einen Fantasie-Namen, der nur für den Zeitraum des Festivals gilt, sondern teilten auch ihr Wissen und ihre Perspektiven, die weit über das Festival hinausgingen.




Gemeinsame Abenteuer


Trotz ihres Alters waren sie bereit für Abenteuer. Einerseits führte ich eine Gruppe in die Weiten der Deep Playa – eine anstrengende, aber geliebte Erfahrung. Andererseits genossen wir gemeinsam ein persisches Festmahl in einem persischen Zelt. Diese gemeinsamen Erlebnisse stärkten unsere Bindung und zeigten, dass Alter kein Hindernis für neue Entdeckungen ist.


Die Kunst des gesunden Lebens auf dem Playa


Vielleicht das überraschendste für viele: Niemand versteht es besser als die Senioren, wie man sich auf dem Playa frisch und gesund hält. Von Obstschalen über geräucherten Lachs bis hin zu exquisiten Desserts – sie wussten genau, wie man Körper und Seele nährt.



Meine Erfahrungen auf dem Burning Man, insbesondere die Zeit, die ich mit meinen neuen Freunden verbracht habe, haben mich gelehrt, dass das Festival ein Ort ist, der keine Altersgrenzen kennt. Sollte ich zurückkehren, werde ich dafür sorgen, dass ich Zeit mit ihnen verbringe, alte Freundschaften pflege und neue knüpfe. Das Burning Man Festival ist ein Platz für jedermann, unabhängig vom Alter. Ich bin froh, dort gewesen zu sein: für mich beweist es, dass das Leben voller Möglichkeiten bleibt, solange man offen und neugierig bleibt.

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